Damit ein Volksbegehren zur Eintragung aufliegen kann, ist ein gesetzlich genau vorgeschriebenes Prozedere, das Einleitungsverfahren, erforderlich. Im Rahmen des Einleitungsverfahrens müssen Proponenten des Volksbegehrens beim Bundesministerium für Inneres einen Antrag auf Einleitung des Verfahrens für ein Volksbegehren stellen.
Der Text des Volksbegehrens kann in Form eines Gesetzesantrages oder als Anregung formuliert werden.
Damit ein Einleitungsantrag rechtsgültig eingebracht wird, ist eine entsprechende Unterstützung erforderlich. Eine rechtsgültige Unterstützung hat in der Weise zu erfolgen, dass dem Antrag Unterstützungserklärungen von mindestens einem Promille der österreichischen Bevölkerung (die genaue Zahl richtet sich nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung) beigegeben sind.
Dies ist der aktuelle Status des Volksbegehrens: wir sammeln Unterstützungserklärungen für den Einleitungsantrag.
Unterstützungserklärungen werden im Eintragungsverfahren den für eine spätere parlamentarische Behandlung erforderlichen 100.000 Unterschriften angerechnet.
Der Bundesminister für Inneres hat nach Einbringung drei Wochen Zeit, über einen Einleitungsantrag zu entscheiden. Gibt er dem Antrag statt, so hat er einen Eintragungszeitraum im Ausmaß von einer Woche festzusetzen und im "Amtsblatt zur Wiener Zeitung" zu verlautbaren. Zwischen dem Tag der Verlautbarung und dem ersten Tag des Eintragungszeitraumes muss ein Zeitraum von mindestens acht Wochen liegen; außerdem darf der Eintragungszeitraum nicht später als sechs Monate nach dem Tag der Verlautbarung enden.
Beim Eintragungsverfahren sind alle ÖsterreicherInnen stimmberechtigt, die mit Ablauf des letzten Tages des Eintragungszeitraumes das 16. Lebensjahr vollendet haben und in einer Gemeinde des Bundesgebietes den Hauptwohnsitz haben. Damit ein Volksbegehren dem Nationalrat zur Behandlung weitergeleitet werden kann, sind 100.000 Unterschriften (inklusive allfälliger Unterstützungserklärungen) erforderlich.